Satellitenschüssel ausrichten – so geht’s

Im Vergleich zum Kabelanschluss ist die Satellitenschüssel der günstigere Weg, das Fernsehprogramm zu empfangen. Denn statt jeden Monat eine Gebühr zu zahlen, kauft ihr euch hier einmal eine Satellitenschüssel mit LNB (Signalumsetzer) und Receiver und hängt diese draußen am Haus in die entsprechende Richtung auf. Das ist auf Dauer nicht nur günstiger, sondern bietet auch eine nahezu unendliche Programmvielfalt. Damit es mit dem Fernsehempfang dann aber auch wirklich klappt, müsst ihr zunächst die Satellitenschüssel ausreichten. Wir verraten euch, wie das geht.

Die Voraussetzungen und Standortsuche

Zunächst müsst ihr einen geeigneten Montageort haben, an dem ihr die Schüssel anbringt. Wohnt ihr in einem Eigenheim, ist es meist nicht so schwierig, ein geeignetes Plätzchen zu finden. Bei einer Miet- oder Eigentumswohnung kann dies hingegen schon schwieriger werden, da zunächst Eigentümer, Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft um Erlaubnis gefragt werden muss.

Ist dies geklärt, sucht ihr euch einen Standort mit freiem Blick in Richtung Süden. Denn in diese Himmelsrichtung stehen die Astra- und Eutelsat-Satelliten am Himmel. Hierbei dürfen sich keinerlei Hindernisse zwischen der Schüssel und dem freien Himmel befinden, also keine hohen Bäume, andere Gebäude oder Teile des Daches. Folgende Faustregel hilft: Ein Hindernis darf maximal halb so hoch sein, wie dessen am Boden gemessener Abstand zur Satellitenschüssel. Im Idealfall ist die Schüssel zudem leicht zu erreichen, um Wartungsarbeiten durchzuführen und Störungen zu beheben. Daher ist der gängige Platz auf dem Dach eigentlich eher suboptimal, da ihr so erst aufs Dach steigen müssen, um Probleme, Schnee oder Laub zu beseitigen. Besser ist ein Platz an der Hauswand direkt neben einem Fenster, von dem aus die Parabolantenne zu erreichen ist.

Die Satellitenschüssel ausrichten

Nun geht es an das Ausrichten der Satellitenschüssel, damit der Empfang bestmöglich ist. Die Luxus-Variante ist ein Sat-Finder, der die aktuelle Empfangsqualität auf einer Skala anzeigt oder unterschiedlich laute Signaltöne abgibt. Solltet ihr diesen nicht zur Hand haben, ist es etwas mehr Arbeit.

Richtet die Schüssel grob nach Süden aus. Verwendet hierfür zum Beispiel einen Kompass oder ein Smartphone mit einer App wie Google Maps. Anschließend gilt es, den richtigen Neigungswinkel und Azimutwinkel (Horizontalwinkel) einzustellen. Der optimale Neigungswinkel liegt in den meisten Gebieten Deutschlands zwischen 28 und 36 Grad und ist in der Regel durch Markierungen an der Befestigung der Schüssel gut zu erkennen. Der Azimutwinkel sollte zwischen 4 und 19 Grad Ost betragen. Die genauen Werte, die ihr einstellen müsst, entnehmt ihr der Anleitung, die eigentlich jeder Sat-Schüssel beiliegt und eine Tabelle mit Satelliten- und Winkelangaben beinhaltet. Alternativ hilft ein Blick ins Internet. Ausrichten solltet ihr auf einen Astra- oder Eutelsat-/Hotbird-Satelliten, da diese als die wichtigsten für den deutschen Fernsehempfang gelten.

Dann geht es an die Feinjustierung. Schließt hierfür besagten Sat-Finder oder den Receiver samt Fernseher an die Schüssel an. Bei zweitgenannter Alternative ist es sinnvoll, eine zweite Person zur Hand zu haben, die die Signalstärke auf dem Fernseher überprüft. Dies ist in den Einstellungen des Receivers wie z. B. der Humax Set-Top-Box HD FOX IP Connect inkl. WLAN möglich. Nun gilt es, die Ausrichtung Millimeter für Millimeter zu ändern, bis ihr das beste Signal erreicht habt und alle gewünschten TV-Sender empfangt. Und zum Abschluss noch ein Tipp: Legt anschließend auch mal einen feuchten Lappen auf den LNB (Empfänger), um schlechtes Wetter zu simulieren und so auch für diese Bedingungen den Empfang zu testen und das beste Ergebnis zu erzielen.

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