Neue Standards bei SD-Karten

Viele von euch verwenden sicherlich SD-Karten als Speichermedium, z. B. im Smartphone, Tablet oder einer Spiegelreflexkamera wie der Canon EOS 600D, die es in verschiedenen Größen wie microSD-Karten gibt. Für einige SD-Kartentypen wurden nun neue Standards entwickelt und eingeführt, wie die für die Kartenspezifikationen verantwortliche SD Association mitgeteilt hat.

A2, III und LV

Die neuen Standards haben vor allem ein Ziel: höhere Datenübertragungsgeschwindigkeiten. Dafür wurden neben den neuen Standards auch drei neue Symbole eingeführt, die ihr nun auf den Karten finden könnt: die römische Ziffer 3 („III“) sowie die Abkürzungen „A2“ und „LV“. Aber was diese überhaupt bedeuten?

“III“ steht für UHS-III, das eine maximale Datenübertragung von bis zu 624 Mbyte/s, also Megabyte pro Sekunde, ermöglicht. Die Übertragungsgeschwindigkeit hat sich im Vergleich zum Vorgänger UHS-II verdoppelt. Mit dem neuen UHS-III-Standard können theoretisch 1 Gigabyte Daten in weniger als 2 Sekunden übertragen werden – schon ein unvorstellbarer Speed, der aber natürlich auch vom Gerät, in dem die SD-Karte mit UHS-III eingesetzt ist, unterstützt werden muss. Der neue Standard soll den gestiegenen Anforderungen durch große Datenmengen, z. B. bei 360-Grad-Aufnahmen, Virtueller Realität und Videos in 4K- oder 8K-Auflösung, gerecht werden.

Neue-Standards-bei-SD-Karten

Der zweite neue Standard trägt das Kürzel „A2“. Dies bezieht sich auf die sogenannten App-Performance-Klasse der winzigen microSD-Speicherkarten, die vor allem in Smartphones und Tablets zum Einsatz kommen. Die App-Performance-Klasse gibt an, wie schnell die auf dem Smartphone und Tablet installierten Apps Daten von der Speicherkarte lesen beziehungsweise auf diese schreiben können. Der neue A2-Standard hat die maximal möglichen Geschwindigkeiten gegenüber dem A1-Vorgänger mehr als verdoppelt. Statt 1500 sind nun bis zu 4000 Ein- und Ausgabe-Befehlen pro Sekunde (IOPS) beim Lesen möglich. Beim Schreiben hat sich das Tempo von 500 auf 2000 IOPS sogar vervierfacht. Das Ergebnis des neuen A2-Standards soll vor allem dazu beitragen, dass Apps schneller auf den Speicherkarten abgelegten Daten zugreifen können sowie schneller starten.

Die dritte neue Abkürzung „LV“ steht für „Low Voltage“, also niedrige Spannung. Sie gibt an, dass die mit „LV“ gekennzeichnete Karte auch mit 1,8 Volt funktioniert und sich somit mit einer geringeren Spannung begnügt. Die normalen und bisher üblichen SD-Karten arbeiten hingegen mit 3,3 Volt.

Die neuen Standards ermöglichen also mal wieder schnellere Datenübertragungen. Wirklich nutzen tun sie aber erst etwas, wenn die Hardware, in die die SD-Speicherkarten eingelegt werden, ebenfalls die neuen Standards unterstützen. Dies wird sicherlich noch eine Weile dauern, bis hier eine großflächige Verfügbarkeit herrscht. Aber auf jeden Fall wisst ihr nun schon einmal, was die Kürzel für die neuen SD-Standards bedeuten und worauf ihr beim Kauf achten solltet – sowohl bei den Speicherkarten als auch bei neuer Technik wie Kameras und Co.

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